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Nachhaltigkeit im Bad: so gestalten Sie Ihr Zero Waste-Badezimmer

Nachhaltigkeit im Bad: so gestalten Sie Ihr Zero Waste-Badezimmer

Das Badezimmer ist neben Küche und Garten einer der besten Orte, um auf Umweltschutz im Alltag zu achten. Hier wird nicht nur sehr viel Wasser verbraucht, sondern fällt in der Regel auch eine grosse Menge an Plastikmüll an und gelangen verschiedene Schadstoffe aus Kosmetikprodukten direkt ins Wasser. Es besteht also in vielen Badezimmern ein grosses Verbesserungspotenzial. Die gute Nachricht: auf Nachhaltigkeit im Bad zu achten muss keine grossen Veränderungen oder Einschränkungen mit sich bringen. Häufig sind es kleine Details, die eine grosse Wirkung haben. Man muss auch nicht gleich ganz radikal auf ein komplettes Zero Waste-Badezimmer umsteigen. Das kann frustrierend sein, da man vielleicht nicht alles sofort umsetzen kann. Aber wenn man nach und nach den einen oder anderen Punkt verbessert, kann man mit der Zeit immer mehr für den Umweltschutz im Haushalt tun. Hier ein paar Tipps, womit sie beginnen können.

Zero Waste im Bad: Plastik im Bad vermeiden

Das Badezimmer ist einer der Orte, an denen am meisten Plastikmüll anfällt: Shampooflaschen, Make-up-Tuben, Zahnbürsten, Einweg-Rasierklingen... und eine lange Liste an Etceteras. Hier anzusetzen, ist der erste Schritt zur Nachhaltigkeit im Bad. Und für praktisch jedes Produkt gibt es eine Alternative!

Duschgel und Shampoo ohne Verpackung

Um nicht alle paar Wochen eine Duschgel- oder Shampooflasche entsorgen zu müssen, gibt es verschiedene Alternativen. Die naheliegendste Lösung für ein nachhaltiges Badezimmer ist natürlich, eine herkömmliche feste Seife anstatt eines flüssigen Duschgels zu verwenden, die man in vielen Läden ohne Verpackung kaufen kann. Und auch fürs Shampoo gibt es eine Alternative im Seifenformat: festes Shampoo ist heutzutage in den unterschiedlichsten Varianten und von den verschiedensten Herstellern erhältlich, so dass man bestimmt das richtige für sein Haar finden wird.

Aber auch wenn man nicht auf flüssiges Duschgel und flüssiges Shampoo verzichten möchte, gibt es eine Alternative: die Flaschen bei spezialisierten Geschäften nachfüllen zu lassen. Die Suche nach neuen Lösungen für unser gigantisches Müllproblem hat dazu geführt, dass verschiedene Kosmetikmarken ihre Produkte zum Nachfüllen anbieten. Ein Plus, wenn Sie Ihr Badezimmer nachhaltig gestalten: hübsche Seifenschalen oder nachfüllbare Seifenspender sehen sehr viel schicker aus als herumstehende Plastikbehälter und können dabei helfen, Ihr Badezimmer ordentlicher zu gestalten.

Nachhaltigkeit im Bad: Pflegeprodukte aus Holz

Zahnpflege ohne Plastik

Zahnbürsten müssen aus Gründen der Hygiene regelmässig ausgetauscht werden. Das Problem: Sie können in der Regel nicht recycelt werden. Eine umweltfreundliche Alternative sind Zahnbürsten aus Bambus, oft mit Borsten aus biologisch abbaubarem Nylon. Meist muss man ein bisschen suchen und ausprobieren, bis man „seine“ Bambus-Zahnbürste gefunden hat, denn es gibt sie in unterschiedlichen Qualitäten, Grössen und Stärken.

Dasselbe gilt für plastik- und verpackungsfreie Zahnpasta und Mundwasser. Diese gibt es in Form von Tabletten oder auch als Paste in wiederverwendbaren Gläsern und sie sind sehr zu empfehlen, wenn man nachhaltig im Bad sein möchte. Allerdings muss man meist ein bisschen suchen, bis man das Produkt gefunden hat, dass einem dasselbe Gefühl der Frische wie die herkömmliche Zahnpasta verleiht.

Auch für Zahnseide aus Kunststoff sind heutzutage sehr viele Alternativen erhältlich, wie zum Beispiel echte Seide, Bambus oder Baumwolle.

Überhaupt gibt es praktisch für jedes Produkt, das wir im Badezimmer verwenden, eine verpackungs- bzw. plastikfreie Alternative, vom festen Deo bis hin zur unverpackten Körperlotion. Was hierbei ein bisschen Zeit kosten kann, ist, das richtige Produkt zu finden, das dem, das wir bisher verwendet haben, am nächsten kommt oder sogar übertrifft. Hat man es jedoch erst einmal gefunden, kann man es einfach in seine Badroutine integrieren und genauso weitermachen wie zuvor.

Wasser sparen für mehr Nachhaltigkeit im Bad

Baden und Duschen sind die Tätigkeiten, die für den grössten Wasserverbrauch im Haushalt verantwortlich sind (etwa 36 % des Verbrauchs). Darum sollte man hier als erstes ansetzen, wenn man Wasser sparen möchte. Generell ist der Wasserverbrauch beim Duschen geringer als beim Baden, weswegen man sich ein Vollbad nur hin und wieder gönnen sollte, wenn einem die Nachhaltigkeit im Bad am Herzen liegt.

Beim Duschen geht oft viel Wasser verloren, während man darauf wartet, dass die richtige Temperatur erreicht wird. Deshalb ist es eine gute Idee, eine Mischbatterie zu wählen, die dafür sorgt, dass das Wasser direkt in der gewünschten Temperatur aus der Duschbrause kommt und während des Duschens konstant bleibt. So fällt es auch leichter, den Wasserhahn zuzudrehen, während man sich einseift. Generell sollte man sich angewöhnen, das Wasser niemals laufen zu lassen, wenn man es gerade nicht benötigt.

Wassertropfen fällt auf sauberes Wasser: Nachhaltigkeit im Bad trägt zum Schutz des Wassers bei.

Umweltgifte in Kosmetikprodukten – nachhaltig im Bad ohne Mikroplastik & Co.

Viele Kosmetikprodukte sind in Verruf gekommen, weil sie gesundheitsschädlich sein können. Aber oft sind sie genauso schädlich oder noch schädlicher für die Umwelt. Deshalb werden immer wieder von verschiedenen Ländern Verbote für bestimmte Inhaltsstoffe erlassen. Aber die Gesetzgebung hängt der erdrückenden Realität hinterher, so dass man beim Kauf eines Produktes am besten selber die Inhaltsstoffe prüft, wenn man auf Nachhaltigkeit im Badezimmer achten möchte. Dies ist manchmal gar nicht leicht, da es für viele chemische Stoffe wie etwa die Parabene sehr viele Synonyme gibt, die der Laie nicht unbedingt kennt. Insbesondere bei Mikroplastik gibt es kaum eine Art herauszufinden, ob sie in einem bestimmten Kosmetikprodukt vorhanden sind oder nicht, da auch keine besondere Kennzeichnung erforderlich ist. Aber zum Glück stellen viele Umweltverbände Listen zur Verfügung, so dass man sich im Dschungel der chemischen Formeln ein bisschen besser zurechtfinden kann. Mikroplastik landet letztendlich im Meer und dringt dort in den Ernährungskreislauf ein.

Badezimmer nachhaltig reinigen

Auch die Reinigung des Badezimmers ist natürlich mit Wasserverbrauch, potentiell umweltschädlichen Stoffen und der Entstehung von Plastikmüll verbunden. Bezüglich letzteren Punktes sei darauf hingewiesen, dass man genau wie bei den Kosmetikprodukten auch Reinigungs-und Waschmittel heutzutage vielerorts auffüllen lassen kann. Am besten natürlich mit biologisch abbaubaren und giftstofffreien Produkten, mit denen man das Badezimmer nachhaltig reinigen kann.

Der beste Ratschlag für Nachhaltigkeit im Badezimmer ist jedoch, dass Bad so reinigungsfreundlich wie möglich zu gestalten, um seltener zu reinigen und den Einsatz von (scharfen) Reinigungsmitteln zu minimieren. Eine porenlose, rahmenlose Duschtrennwand kann man nach dem Duschen einfach mit dem Schaber abziehen, um zu verhindern, dass sich Kalkrückstände darauf festsetzen. So braucht man sehr viel seltener Reinigungsmittel zu verwenden. Generell sind glatte Oberflächen im Bad ein Vorteil, da man sie, wenn sie nass werden, einfach und schnell mit einem Microfasertuch abwischen kann und sie so sehr viel länger ansehnlich bleiben.

Reinigungsfreundliches Echtglas für mehr Nachhaltigkeit im Bad.

Nachhaltige Materialien für ein nachhaltiges Badezimmer

Zuletzt noch ein Punkt, der oft vergessen wird: die Renovierung des Badezimmers und die dafür verwendeten Materialien. Bei jedem auch noch so gut gepflegten Badezimmer steht irgendwann die Renovierung an und diese ist mit Abfällen verbunden. Dieser Moment kann jedoch desto länger heraus gezögert werden, je hochwertiger und beständiger die fürs Badezimmer verwendeten Materialien sind. Eine Glasdusche aus hochwertigem Echtglas beispielsweise hält theoretisch ein Leben lang, insbesondere, wenn vom Hersteller die nötigen Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden. Ein Duschvorhang oder eine Duschabtrennung aus Kunststoff müssen hingegen meist nach relativ kurzer Zeit aus hygienischen und ästhetischen Gründen ausgetauscht werden, da sich Schimmel und Kalkrückstände darauf festsetzen. Für ein nachhaltiges Badezimmer verwendet man deswegen am besten Materialien, die darauf ausgelegt sind, auch nach Jahrzehnten noch wie neu auszusehen.

 

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